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Unternehmensführung in unsicheren Zeiten

Unternehmensführung

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Wenn es um Führung geht, wird es immer wieder Zeiten der Unsicherheit geben. In diesen Zeiten besteht die Herausforderung darin, trotz des instabilen Umfelds aus einer Position des Vertrauens heraus führen zu können. Hier sind einige Strategien:


1. Die eigenen Grenzen kennen


Mache eine ehrliche Selbsteinschätzung. Finde heraus, wie viel (oder wie wenig) du dir selbst und deinen Fähigkeiten zutraust, damit du weisst, wann du aktiv werden und wann du dich zurückziehen solltest. Dies wird dir helfen, bessere Entscheidungen zu treffen, die zu positiven Ergebnissen für dich und deine Organisation führen.

Einige Fragen zur Selbstreflexion:

  • Was fühle ich?
  • Wie begründet sind meine Überzeugungen über eine bestimmte Situation?
  • Sind meine Argumente logisch oder emotional?
  • Habe ich alle Vor- und Nachteile der Situation gegeneinander abgewogen?
  • Was sind die möglichen Konsequenzen, wenn ich nach meinen Überzeugungen handle?
  • Würden andere mir zustimmen, und wenn nicht, warum nicht?
  • Welche Informationen muss ich berücksichtigen, bevor ich eine Entscheidung treffe?

Es ist ganz normal, alles regeln zu wollen, auch Dinge, die realistischerweise ausserhalb unserer Kontrolle liegen, wie zum Beispiel den Markt. Deshalb ist es wichtig, sich auf das zu konzentrieren, was man auch wirklich kontrollieren kann – nicht auf andere Menschen, Ereignisse oder Ergebnisse.


2. Praktiziere situatives Leadership


Die gute Nachricht ist, dass man auch in unsicheren Zeiten einen gewissen Einfluss auf sein Umfeld behalten kann, wenn man situative Führungskompetenz anwendet. Situative Führung ist ein flexibler Führungsansatz, der auf der Idee basiert, dass die beste Art zu führen darin besteht, die Bedürfnisse der jeweiligen Situation zu verstehen und sich daran anzupassen. Es berücksichtigt die individuellen Eigenschaften der Menschen, die du führst, und erkennt an, dass jeder unterschiedliche Stärken und Schwächen, Interessen, Ziele und Prioritäten hat.

Sie erkennt auch an, dass sich Situationen im Laufe der Zeit ändern - und dass sich dein Führungsansatz entsprechend anpassen muss. Was heute unsicher ist, ist es morgen vielleicht nicht mehr. Überreagiere also nicht auf die aktuellen Gegebenheiten. Sei flexibel, agil und pragmatisch.

3. Führe mit Mitgefühl


In unsicheren Zeiten ist es besonders wichtig, mit deinen Mitarbeitenden mitfühlend umzugehen, da sie möglicherweise Ängste und Unsicherheiten in Bezug auf die Zukunft ihres Arbeitsplatzes oder sogar des gesamten Unternehmens haben. Du kannst ihnen helfen, indem du mitfühlend, verständnisvoll und unterstützend bist.

Verstehe, dass Angst und Unsicherheit normale Reaktionen sind, wenn Menschen von Veränderungen oder Ungewissheit bedroht sind.

Achte darauf, wie du in solchen Phasen mit anderen kommunizierst: Versprühst du positive Energie? Fühlen sich die Menschen wohl, dir ihre Ideen mitzuteilen? Sind sie bereit, Bedenken zu äussern oder Fragen zu stellen, ohne Angst vor negativen Konsequenzen zu haben? Wenn nicht, solltest du Änderungen vornehmen, damit sich alle in ihren Arbeitsrollen sicher fühlen, so dass sie ihre Aufgaben erfüllen und sich frei äussern können, ohne Angst vor negativen Konsequenzen zu haben.


4. Transparente Kommunikation


Es ist wichtig, Unsicherheit mit Vertrauen und Transparenz zu kommunizieren. Einflussreiche Führungskräfte können Unsicherheit sowohl auf persönlicher als auch auf Unternehmensebene ausdrücken und gleichzeitig durch stressige Situationen navigieren. Wenn du ein Team leitest, das mit Veränderungen oder Unsicherheiten konfrontiert ist, sei ehrlich und kommuniziere, dass du verstehst, wie schwierig dies sein kann. Wenn du deine Mitarbeitenden beruhigst und ihnen zeigst, dass ihre Sorgen berechtigt sind, werden sie sich eher öffnen und sagen, was sie brauchen.

Mitgefühl ermöglicht es allen in der Organisation (und darüber hinaus), in unsicheren Zeiten zu wachsen und zu lernen – was letztendlich zu grossem Erfolg führt, wenn die langfristigen Ziele wieder in den Mittelpunkt rücken und sich der Staub der Unsicherheit gelegt hat.


5. Zukunftspläne


Eine wichtige Lektion, die man als Manager in unsicheren Zeiten lernen sollte, ist, dass es in Zukunft mehr solcher Zeiten geben wird. Das ist der Zyklus des Geschäftslebens und all der umgebenden Faktoren, die seine Leistung beeinflussen. Daher ist das Beste, was du tun kannst, während du heute unsichere Zeiten auf alle oben genannten Arten bewältigst, für die Zukunft zu planen.

Du kannst dich jedoch schon jetzt vorbereiten und Prozesse und Systeme einführen, die es dir ermöglichen, dich schnell an diese Unbekannten anzupassen. So kannst du in Zeiten des Wandels gedeihen, anstatt nur zu überleben.


Inspiriere andere und sei positiv


Als Führungskraft bist du ein Vorbild für die Menschen in deiner Organisation. Du kannst andere inspirieren, indem du in deinem eigenen Leben mit Zuversicht und einer positiven Einstellung vorangehst:

Sei ein Ermutiger. Deine positive Einstellung wird dir helfen, andere zu ermutigen, ihr Bestes zu geben und ihnen ein gutes Gefühl zu vermitteln. Achte darauf, sie zu loben, wenn sie etwas erreichen, biete konstruktive Kritik an, wenn nötig, und gib ehrliches Feedback, wenn jemand Verbesserungen in der Kommunikation oder Teamarbeit benötigt.

Sei ein guter Zuhörer. Zuhören ist genauso wichtig wie Sprechen, denn es trägt dazu bei, Vertrauen zwischen den Teammitgliedern aufzubauen, was für starke Beziehungen innerhalb einer Organisation unerlässlich ist. Achte also darauf, dass du zuhörst, wenn jemand eine Idee oder eine mögliche Lösung für ein Problem vorschlägt, und frage nach, damit sie wissen, dass ihre Meinung wichtig ist.

Bleib ruhig. Deine Mitarbeiter und Stakeholder sehen in dir eine Art Kompass für ihre Einstellung zur Zukunft deines Unternehmens. Deshalb solltest du immer darauf achten, wie du dich verhältst – wenn du in Panik gerätst, werden sie auch in Panik geraten; wenn du ruhig bleibst, werden sie wahrscheinlich auch ruhig bleiben.

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