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Erfolgreich gründen: Was gehört in den Finanzplan eines Start-ups?

Finanzplan eines Start-ups

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Die Finanzen im Griff zu haben, ist der Schlüssel zum Erfolg eines Start-ups. Oft wollen junge Unternehmerinnen und Unternehmer so schnell wie möglich mit dem Tagesgeschäft beginnen, was dazu führt, dass zu viele Start-ups ohne vorherige Planung gegründet werden. Marketing, Wachstum und Ziele sollten im Voraus überlegt und definiert werden, und auch die Gründungsphase sollte sorgfältig geplant werden. Eine unzureichende Finanzplanung ist einer der häufigsten Gründe für das Scheitern von Unternehmen. Um dies zu vermeiden, sollte die Finanzplanung im Mittelpunkt der Unternehmensplanungsphase stehen.


Was ist ein Finanzplan für Start-ups?


Bei der Finanzplanung für ein Start-up geht es darum, einen Fahrplan für den finanziellen Erfolg des Unternehmens aufzustellen. Anhand der folgenden Kennzahlen wird der finanzielle Erfolg prognostiziert:

 

  • Ausgaben
  • Erwartete Einnahmen
  • Gewinnmargen
  • Erwarteter Gewinn
  • Gewinnschwelle
  • Cashflow

 

Oft ist es nicht möglich, alle diese Informationen in den ersten Plan aufzunehmen, weil sie einfach noch nicht bekannt sind. Der Finanzplan ist kein statisches Dokument. Er wird sich ändern und anpassen, wenn das Unternehmen wächst und Gestalt annimmt.

 
Zwei Ansätze zur Finanzplanung

Es existieren zwei verschiedene Ansätze dafür, wie man einen Finanzplan erstellen kann. Beide Varianten erklären wir nun.

 

Top-down-Prognose

Diese Methode wird in der Regel eher von grösseren Unternehmen als von Start-ups gewählt, und zwar meist in etablierten Branchen, in denen viele Daten verfügbar sind. Bei dieser Variante werden die gesamtwirtschaftlichen Daten des Marktes, auf dem das Unternehmen tätig ist, analysiert, indem zunächst die Grösse des gesamten Zielmarktes (TAM) in der Währung, in der das Unternehmen tätig ist, ermittelt wird.

Unternehmer, die Top-Down-Prognosen erstellen, berechnen auf diese Weise ihre voraussichtlichen Einnahmen. Diese Methode eignet sich aber vor allem für grössere Unternehmen, die in bereits bestehende Märkte eintreten und herausfinden, wie sie sich dort behaupten können.

Deshalb sollten sich Unternehmerinnen und Unternehmer fragen, ob diese Art der Prognosenschätzung für ihre Unternehmensgrösse sinnvoll ist und ob eine solche Marktprognose überhaupt im Rahmen der operativen Möglichkeiten der Firma liegt.

 

Der prognostizierte Umsatz wird wie folgt berechnet:

Umsatz = TAM-Grösse (CHF) x Marktanteil (%)


Bottom-up-Prognose

Im Gegensatz zur Top-down-Prognose werden bei der Bottom-up-Prognose Daten auf Mikroebene verwendet, um den Umsatz für einen bestimmten Zeitraum zu ermitteln. Das bedeutet, dass die Auftragszahlen und die von den Kunden erwarteten Umsätze berechnet werden, um eine genauere Schätzung des Umsatzes zu erhalten. Im Grunde genommen fängt man bei Null an und berechnet, wie viel man in einem Jahr oder einem bestimmten Zeitraum verdienen könnte.

Die Bottom-up-Prognose eignet sich besonders für neu gegründete Unternehmen, da sie ein klareres Bild davon vermittelt, wie sich bestimmte Indikatoren auf den Umsatz auswirken. Diese Art der Analyse ermöglicht es den Unternehmerinnen und Unternehmern, die direkten Auswirkungen ihrer Tätigkeit auf die finanzielle Situation zu ermitteln.

 

Am besten ist eine Kombination aus beiden Methoden. Denn eine gründliche Analyse ist für Investoren besonders attraktiv.

Was gehört in einen Finanzplan?

Die folgenden Bestandteile gehören in den Finanzplan eines Start-ups:

  • Einnahmen: Verkaufte Einheiten x Durchschnittspreis - Ausgaben und Produktionskosten
  • Kosten der verkauften Waren: Anfangsbestand + Einkauf – Endbestand
  • Betriebskosten: Büromiete + Marketingkosten + Lohnkosten + etc.
  • Personalkosten
  • Kapitalaufwendungen für Investitionen
  • Unternehmensfinanzierung

 


Was sind die Ergebnisse eines Finanzplans?

Ein sorgfältiger und gut berechneter Finanzplan gibt Aufschlüsse über die Gesundheit eines Unternehmens. So können daraus folgende Indikatoren abgelesen werden:

 

Jahresabschluss

Jahresabschlüsse dienen Analysten dazu, Informationen über die finanziellen Aktivitäten und die Leistung eines Unternehmens zu erhalten. Sie sind entscheidend, wenn es darum geht, Investoren zu gewinnen, geprüft zu werden und den Wert des Unternehmens zu prognostizieren.

 

Cashflow-Übersicht

Die Kapitalflussrechnung gibt Auskunft darüber, wie viel Geld das Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum eingenommen hat. Die Übersicht ist in der Regel in die Kategorien betriebliche Tätigkeiten, Investitionen und Finanzierungstätigkeit unterteilt.

Anhand dieser Übersicht kann dann nachvollzogen werden, wie jeder dieser Bereiche die Rentabilität des Unternehmens steigert oder behindert.

 

Einblicke in relevante KPIs

KPIs (Key Performance Indicators) sind quantifizierbare Messgrössen für die Leistung in einem bestimmten Zeitraum. Unternehmen unterteilen die KPIs in der Regel in vierteljährliche Ziele, so dass sich die KPIs entsprechend der Leistung entwickeln können.

 
Erkenntnisse

  • Die Finanzplanung ist ein Fahrplan für den finanziellen Erfolg eines Unternehmens.
  • Eine gute Finanzplanung kann das Vertrauen in die Idee stärken, Ersparnisse aufbauen und Investoren anziehen.
  • Die Top-down-Prognose ist eine Methode der Finanzplanung, die sich eher für grössere Unternehmen eignet, während die Bottom-up-Methode besser für Start-ups geeignet ist.
  • Der Finanzplan konkretisiert die Ziele, die für das Unternehmen angestrebt werden.
  • Wenn Ihr Finanzplan fertiggestellt ist, werden eine genaue Bilanz, ein Überblick über den Cashflow und weitere Einblicke in die KPIs die Belohnung sein.

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